Im Rahmen der Ferienpassaktion lud der Heimat- und Geschichtsverein am Donnerstagabend zu einer historischen Zeitreise ein. Geschichte muss nicht immer verstaubt und langweilig sein. Im Gegenteil: Gemeinsam mit anderen kann es sogar Spaß machen.

Auf dem Marktplatz tummelten sich staunende Gesichter als der Nachtwächter Frank Bildat in seiner traditionellen Kleidung mit Hellebarde, Glocke und Laterne ausgerichtet über die Wiese schreitet: „Hört Ihr Kinder und lasst Euch sagen: Ich bin die Nachtwache auf Geheis des Amtmanns Hatzfeld“ stellt Bildat sich den Kindern vor.

Er ist kein Bösewicht, sondern ein achtsamer Mann: der Nachtwächter in den Gassen von Driedorf.
Einst beschützten die Männer mit dem langen Mantel im Mittelalter die Städte und Dörfer. Mit der Einführung von Straßenbeleuchtungen und neuen Polizeigesetzen starb der Beruf zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus.

Bildat zieht die kleinen Zuhörer sofort in seinen Bann

Bildat läutet kräftig die Glocke. Dann stapft er los und erzählt die Geschichte von Driedorf.
Es ist faszinierend wie Bildat es schafft, auf dem Rundgang durch Driedorf, die Konzentration der Kinder über eine Stunde lang hoch zu halten. Sie antworten auf Fragen, melden sich wissbegierig, staunen, lachen und rätseln. Die Worte des Nachtwächters verwandelten sich in den Köpfen der Kinder zu Bildern.

Das ganz spezielle Highlight bei dieser Nachtwächterführung war das Stockbrot backen auf offenem Feuer in der Burgruine Junkernschloss.

Nächste Führung im Rahmen des Ferienpasses ist am Donnerstag, 04.08.2016. Anmeldungen nimmt die Gemeindeverwaltung Driedorf entgegen.

Text: Katrin Zammert

 20160721_192945

20160722_163042