Driedorfer Mittelaltermarkt rund um das „Junkernschloss“
07.07.2011, 20:01 von Elke Simon
Fahrendes Volk hält zwei Tage lang Einzug in Westerwaldgemeinde
Driedorf (hgv) Ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums des Driedorfer Heimat- und Geschichtsvereins steht am Samstag (09.07.2011) und Sonntag (10.07.2011) der dritte Driedorfer Mittelaltermarkt, der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde veranstaltet wird.
Die Eröffnung erfolgt am Samstag mit Bürgermeister Dirk Hardt und dem Nassauer Grafen um 12.00 Uhr. Zwei Tage lang können die Besucher in der Westerwaldgemeinde originalgetreues höfisches Leben im Lager der nassauischen Grafen des frühen 13. Jahrhunderts dargestellt durch die Sigenische Ritterschaft, Edeldamen, Wikinger Rus und buntes mittelalterliches Markttreiben rund um die Ruine „Junkernschloss“ erleben. Hautnah werden dem Besucher Einblicke in das alte Lagerleben gewährt.
Am Samstag wird der zeremonielle Ritterschlag des „Friedrich von Hain“, dargestellt von Christian Bayens, vollzogen, der sich nach seiner abgeleisteten Zeit als Knappe würdig erwiesen hat, dem Ritterstand beizutreten.
Dafür wird sich der angehende Ritter am Freitag in der Kirche einfinden und dort die Nacht zur Buße nutzen. Am darauf folgenden Morgen muss er sich Prüfungen in der Waffenkunst unterwerfen, um danach die Schwertleite zu erhalten.
Ein Marktgericht wird unter den Marktteilnehmern gehalten. Dort wird von den Grafen zu Nassau Gericht gehalten. Ritterliche Schaukämpfe, Bogenschießen, mittelalterliche Musik, rustikale Lagerleute und Händler, selbst ein Falkner sorgen für althistorisches Flair im mittelalterlichen Ambiente. Mitmachmöglichkeiten sind an der Tagesordnung. An den Driedorfer Markttagen kann man dem Schmied und auch anderen Handwerkern über die Schulter schauen und bei der Herstellung von Kunstgegenständen zusehen. Auch ein geschworener „Gegner“ der Nassauer Grafen Ritter Conrad von Dernbach, dargestellt von Sascha Theobald von der Sigenischen Ritterschaft aus dem benachbarten Siegerland ist an der Stätten um den Nassauern die Herborner Mark streitig zu machen. (Hierzulande ist der Konflikt auch als „Dernbacher Fehde“ bekannt.)
Für „Speis“ und „Trank“ wird gesorgt sein. Der Eintritt kostet 4 Euro. Die Familienkarte gibt’s für 15 Euro. Weitere Informationen unter www.hgv-driedorf.de.